Interview mit Tanja Hanika

Interview mit

Tanja Hanika

Autorin Tanja Hanika

Foto: D. Pfingstmann

Veröffentlichte Bücher:

„Zwietracht – Mörderische Freundschaft“, „Arbeitsbuch für Schriftsteller“, „Redthorne Castle“, „Das Grab im Schnee“, „Fürchte die Schatten der Nacht“, „Vernichte die Schatten der Nacht“, „Mr Rileys Hürchen und 13 weitere Gruselgeschichten“.

Übersicht auf tanja-hanika.de

 

Warum hast du dich für das Selfpublishing entschieden?

Für mich waren die Freiheiten und die zunehmende Professionalisierung der Selfpublishing-Szene die ersten Anreize, mich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen. Sobald ich mich näher darüber informiert hatte, was Indies leisten dürfen/müssen/können, war mir klar, dass ich es auf diesem Weg versuchen wollte. Den Umweg über Agenturen oder Verlage habe ich bisher noch nicht versucht, da ich mich wohlfühle, so wie es ist. Die eigene Kontrolle und Freiheit als Selfpublisher sind traumhaft, bedeuten aber auch viel Arbeit neben dem eigentlichen Schreiben. Diese Abwechslung zwischen unterschiedlichsten Aufgaben macht für mich aber den Autorenalltag umso interessanter.

Was sind deine Themen?

Generell muss es bei mir gruselig zugehen. Thematisch kann es dann um Freundschaft, Selbstfindung, Mut und Angst, Übernatürliches oder sogar Liebe gehen. Alles ist möglich, solange die Geschichte im Horrorgenre oder im Bereich der Schauerliteratur angesiedelt ist.
Besonders gerne schreibe ich Geschichten über Schriftsteller oder über Figuren, die mit Büchern, Sprache und Geschichten zu tun haben, da ich selbst am liebsten solche Romane lese.

Wo entstehen deine Geschichten?

Die meiste Zeit, wenn ich schreibe oder plotte, verbringe ich ganz klassisch zuhause in meinem Büro am Schreibtisch. Meine Kaffee- oder Teetasse hat hier ihren Stammplatz und ich bin von meinen Bücherregalen und einigen Topfpflanzen umgeben, also ein Ort, an dem ich mich besonders wohlfühle.
Aber ich nehme auch gerne meinen Laptop mit ins Café oder in den Urlaub und bin also flexibel. Manchmal ist es ja gerade der Ortswechsel, der sich inspirierend und motivierend auswirkt.

Was wünschst du dir von deinen Lesern?

Zuallererst wünscht man als Autor seinen Lesern ja eine fantastische Lesezeit.
Wenn ich mir aber VON meinen Lesern etwas wünschen dürfte, dann wäre das, sofern sie Lust dazu haben, Feedback oder Rezensionen.
Ich freue mich immer riesig, wenn mir Leser schreiben, denn das Autorendasein ist meistens eher einseitig: Man schickt seine Geschichten, die man allein am Schreibtisch fabriziert, in die Welt hinaus und hat die große Ehre, dass fremde Menschen ihre Zeit damit verbringen. Da ist es eine schöne Abwechslung vom Schreiballtag, wenn hin und wieder ein paar Nachrichten von Lesern eintreffen.
Rezensionen hingegen, bei mir Bewertungen bei Amazon, sind für Selfpublisher sehr wichtig, da sie eine Grundlage dafür bilden, dass die potenziellen Leser das Buch tatsächlich kaufen. Jede dieser Bewertungen ist also ein kleines Geschenk an den Autor, denn selbst von Kritik kann man (meist) etwas lernen.

Was wünschst du dir von der Literaturlandschaft?

Ich hoffe, dass die Literaturlandschaft blüht. Dass es immer mehr Menschen gibt, die ihre Liebe zu Büchern entdecken und regelmäßig in die unterschiedlichsten Bücherwelten eintauchen.
Es wäre außerdem fantastisch, wenn sich negative Vorurteile gegen Selfpublisher im Generellen weiter abbauen ließen, denn es gibt unter uns Indie-Autoren durchaus welche, deren Bücher so professionell gestaltet und geschrieben sind wie die von Verlagsautoren. Viele von uns stecken ihr Herzblut in ihre Arbeit (nicht in ihr Hobby!) und diese verdienen eine Chance, finde ich. Die schwarzen Schafe sollten nicht zu Vorurteilen allen Selfpublishern gegenüber führen.

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