Interview mit Nina C. Hasse

Interview mit

Nina C. Hasse

Autorin Nina C. Hasse

Veröffentlichte Bücher:

Ersticktes Matt – Ein Steampunk-Krimi aus den Floodlands
Der Traum vom Fliegen – Ein Steampunk-Kurzkrimi aus den Floodlands (E-Book only)
Und ich will vergelten zu seiner Zeit (Kurzgeschichte, E-Book only)

Warum hast du dich für das Selfpublishing entschieden?

Mir gefällt die Vorstellung, für alles selbst zuständig zu sein. Ich kann mir aussuchen, mit wem ich zusammenarbeite, habe Entscheidungsgewalt über Cover, Optik und Haptik des Buches, kann den Preis selbstständig festlegen und muss mich mit niemandem über irgendwelche Marketingmaßnahmen abstimmen. Das ist für mich eine ganz besondere Freiheit, die ich gerne auskoste.
Natürlich wächst daraus auch eine große Verantwortung, schließlich möchte ich den Lesern das bestmögliche Produkt präsentieren, das ich zu fertigen imstande bin. Lektorat, Korrektorat, ein ansprechendes Design und professionelles Auftreten (online wie offline) sind meiner Meinung nach essentiell, auch und gerade für uns Selfpublisher.

Was sind deine Themen?

Ich beschäftige mich gerne mit aktuellen Themen, die ich in ein anderes Gewand stecke. Für meine Floodlands-Reihe, die im Mix-Genre des Steampunk-Krimis angesiedelt ist, habe ich die Klimaerwärmung genutzt, um eine Welt zu erschaffen, in der die Menschheit vor Probleme gestellt ist, die uns auch in unserer eigenen Zukunft erwarten.
Ansonsten finde ich Geschichte und Mythologie wahnsinnig spannend und lasse mich gerne von historischen Ereignissen, Sagen und Geschichten inspirieren.

Wo entstehen deine Geschichten?

Bevor ich mit dem Schreiben beginne, entwickle ich den Plot zunächst handschriftlich in (meist mehreren) Notizbüchern. Eines trage ich immer mit mir herum und notiere Szenenschnipsel, Ideen, Dialogfetzen usw. Dafür muss ich nicht zu Hause sein, das geht überall. Gerade auch auf Reisen liebe ich es, mit meinem Notizbuch durch die Gegend zu laufen und alle Ideen aufzuschreiben. Sortiert und ausgewählt wird dann später.
Das eigentliche Schreiben mache ich am PC, meistens an meinem Schreibtisch oder gerne auch im Café, wenn ich mal unter Leute will.
Im Grunde kann ich jedoch überall schreiben, ich brauche nur meinen Laptop, einen Stuhl und einen Tisch. Und 'ne Tasse Cappuccino wäre auch nicht schlecht.

Was wünschst du dir von deinen Lesern?

Dass sie meine Geschichten mögen … Nein, Quatsch. Natürlich freue ich mich sehr über Rückmeldung und auch über konstruktive Kritik. Als Autor wächst man (hoffentlich) an jeder Geschichte und hört nie auf zu lernen. Ich wünsche mir vor allem Kontakt zu meinen Lesern, sei es persönlich auf den Buchmessen oder anderen Veranstaltungen oder online über diverse soziale Netzwerke oder per Mail. Darüber freue ich mich immer sehr.

Was wünschst du dir von der Literaturlandschaft?

Vom Literaturbetrieb wünsche ich mir, dass Selfpublishing in Zukunft besser anerkannt wird. Nur weil man nicht in einem Verlag veröffentlicht, heißt das nicht, dass man schlechte Qualität abliefert. Das ist leider ein Vorurteil, das noch in vielen Köpfen verankert ist. Natürlich gibt es auch schwarze Schafe unter den selbstveröffentlichenden Autoren. Von denen sollte man jedoch nicht auf alle schließen. Von daher finde ich es gut, dass die Branche sich aktuell stark professionalisiert, es immer weniger gibt, die ihre Bücher unlektoriert und -korrigiert auf den Markt schmeißen.
Die Literaturlandschaft hier in Deutschland könnte meiner Meinung nach ein wenig vielfältiger sein. Auch die größeren Verlage sollten sich trauen dürfen, mal abseits vom Mainstream zu veröffentlichen, nicht den hundertsten Aufguss einer Graue-Maus-trifft-Millionär-Liebesgeschichte. Bitte nicht falsch verstehen: Jede Geschichte hat ihre Berechtigung, jeder Leser darf und soll das lesen, was ihm Vergnügen bereitet. Aber ein wenig mehr Vielfalt wäre wünschenswert. Diese findet man – zum Glück – aber bei vielen Selfpublishern.

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