Drei Tipps um Facebook als Autor professionell zu nutzen

Gastartikel von Tinka Beere

Drei Tipps um Facebook als Autor professionell zu nutzen

1. Content-Erstellung für die Facebookseite

Wer genau hinhört, vernimmt sie beinahe täglich: die jammernden Stimmen der Autoren, die sich über Facebook echauffieren. Sie wollen lieber an ihren Büchern schreiben, als sich ewig und drei Tage Texte und Bilder aus den Fingern zu saugen, um ihre Fans bei der Stange zu halten. Die Reichweite wird immer weiter eingeschränkt, da Facebook mit Werbeanzeigen Geld verdienen will. Doch so wirklich scheint es nichts zu bringen, die hart verdiente Kohle in monetarisierte Beiträge zu stecken und sie damit dem Milliardenkonzern in den Rachen zu schmeißen.

Doch was tun, wenn scheinbar niemand die Beiträge sieht?

Das Geheimnis heißt Interaktion – und darauf sollte das Augenmerk liegen; nicht auf der Reichweite. Je mehr Fans mit euren Beiträgen auf der Facebookseite interagieren, desto höher ist die Reichweite dieses Beitrags. Der Facebook-Algorithmus ist also von dieser Seite aus sehr nutzerfreundlich und möchte den User, der ja in seiner Freizeit dort ist, mit interessanten Beiträgen beglücken. Daher ist es also an euch, interessant für eure Fans zu sein und sie dazu zu bringen, eure Beiträge zu liken, zu kommentieren oder im besten Fall sogar zu teilen.

Es ist tatsächlich so einfach, wie es sich anhört, wenn man sich einfach mal mit dem Gedanken vertraut gemacht hat, dass Facebook keine reine Werbeplattform ist, sondern in erster Linie seine Nutzer unterhalten will. Allerdings kostet das alles auch seine Zeit, die man sich meiner Meinung nach nehmen sollte.

Das Wichtigste ist, seine Facebookseite regelmäßig mit Beiträgen zu bespielen, nicht nur, um im Bewusstsein der Leute zu bleiben, sondern auch, weil der Facebook-Algorithmus so merkt, dass die Seite nicht tot und potenziell interessant ist. Wenn ihr euch einmal in der Woche ein paar Stunden Zeit nehmt, um Beiträge vorzuplanen, dann habt ihr in der Woche eure Ruhe und müsst nicht jedes Mal neu darüber nachdenken, was ihr um Himmels willen veröffentlichen sollt.

2. Was soll ich posten?

Wie bei allen Dingen, die ihr marketing- und damit auch social-media-technisch unternehmt, solltet ihr eure Zielgruppe im Blick haben. Krimi- oder Thrillerleser unterhält man anders als Leser von Liebesromanen. Allen gleich ist aber die Liebe zum Lesen und auch das Interesse an euren Büchern. Zeigt eure Bücher mal aus ungewöhnlichen Perspektiven – und hiermit sei bitte nicht die Dauerbeschallung von Bildern vom Buch, Klappentexten oder Textausschnitten gemeint. Lasst eure Leser an eurem Autorenalltag teilhaben und euch bei der Entstehung des Buches über die Schulter schauen: Das ist es, was euch individuell und interessant macht.

3. Die Beitragsplanung

Ich persönlich liebe es ja, wenn ich eine Anleitung in die Hand gedrückt bekomme, danach arbeiten kann und am Ende ein gutes Ergebnis dabei herauskommt. Das Geheimrezept für einen Bestseller gibt es (glücklicherweise) noch nicht, dafür aber ein einfaches Konzept, mit dessen Hilfe man seine Facebookseite abwechslungsreich mit Beiträgen bespielen kann.

Die Beitragsarten und -kategorien

Auf Facebook gibt es vier verschiedene Kategorien, in denen man seine Beiträge erstellen kann: Status, Link, Bild und Video. In dieser Reihenfolge ist auch ungefähr die Wertung für den Algorithmus. Videos sind am aufwändigsten, bringen aber auch die höchste Reichweite.
Diese Kategorien können dann mit den verschiedenen Beitragsarten kombiniert werden, damit es nicht langweilig wird:

Informationen; damit ist noch keine Eigenwerbung, sondern Interessantes für eure Fans gemeint. Dies können zum Beispiel News aus der Verlags- und Buchwelt sein.

Inspirierendes; Sprüche und Zitate kommen immer gut an und wenn sie den Nerv der Leser treffen, werden sie auch gern geteilt.

Unterhaltung; Witziges und lustige Bilder sind wohl die beliebtesten Beiträge auf Facebook. Einer meiner Beiträge dieser Art hat mir eine Reichweite von über 10.000 beschert – das 10-fache meiner sonstigen Reichweite.

Lehrreiches; ihr kennt sicher diese Aha-Momente, wenn euch irgendwo ein Trick begegnet, der das Leben leichter macht.

Werbung; hiermit sind endlich Beiträge zu euren Büchern gemeint, mit denen ihr auf sie aufmerksam machen könnt. Eigenwerbung sollte tatsächlich nur ein Fünftel der Beiträge ausmachen.

Bei den einzelnen Beiträgen könnt ihr eure Fans zum Interagieren auffordern, aber bitte nicht zu plump. Werdet kreativ und mit ein wenig Ausdauer und Fleiß wird sich die Interaktion – und damit auch die Anzahl eurer Fans und die Beitragsreichweite eurer Facebookseite – steigern.

Gastartikel von Tinka Beere - Chefredakteurin von www.schreibmeer.com

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