Wie aus drei Bildern ein einzigartiges Cover entsteht

Wie aus drei Bildern ein einzigartiges Cover entsteht

von Sarah Schemske

Wie erstellt man aus wenigen Bildern ein komplexes und ansprechendes Buchcover? In diesem Artikel gehen wir der Frage anhand eines Beispiels nach:

Es geht um einen Mystery-Roman von Chriz Wagner. Das Thema des Buches ist klar: Es geht um die Geheimnisse dunkler Gemäuer, um das verborgene Wissen alter Bücher – es geht um nicht weniger als der Titel schon verrät: Das Gedächtnis der Welt.

Wie visualisiert man nun diese Thematik am besten in einem Buchcover? Das erste Bild, ein alter Klostergang, ist schnell in einer Bilddatenbank gefunden, geheimnisvoll verliert er sich in der Ferne – perfekt!

Ein anspruchsvolles Coverdesign aus wenigen Bildern

Die Geschichte spielt zum großen Teil in der British Museum Library, also sind alte Wälzer und Folianten gefragt. Auf diesem Bild kommen die aufwändigen Ledereinbände besonders schön zur Geltung:

Ein anspruchsvolles Coverdesign aus wenigen Bildern

Die beiden Grundbilder sind ausgesucht, darauf folgt die Feinarbeit: die Grundfarben des Buchcovers sollen dunkle Grün- und warme Gelbtöne werden, die beim Betrachter ein Gefühl von Behaglichkeit wecken und vergangene Zeiten aufleben lassen. Die Fotos werden farblich an diese Grundfarben angeglichen und so positioniert, dass die Motive harmonisch ineinander übergehen.

Bei der Komposition des Hintergrundes ist es wichtig, genug Raum für den Buchtitel, den Namen des Autors und weitere Informationen, z. B. Untertitel oder Verlagslogos zu lassen. Beachtet man das nicht von Anfang an, kann es passieren, dass auf einmal wichtige Bildelemente hinter dem Text versteckt sind oder der Text schlecht leserlich in eine Ecke gedrängt wird.

Auch wenn die perfekte Schriftart noch nicht gefunden ist, wird der Text bereits im Bild positioniert, um ein Gespür für die beste Anordnung zu bekommen.

Ein anspruchsvolles Coverdesign aus wenigen Bildern
Ein anspruchsvolles Coverdesign aus wenigen Bildern

Doch irgendetwas fehlt noch. Den insgesamt eher dunklen Hintergrund kann man mit dekorativen Elementen etwas aufhellen. Die alte Weltkarte ist nicht nur optisch ein Hingucker, sie passt auch bestens zu Titel und Inhalt des Buches.

Ein anspruchsvolles Coverdesign aus wenigen Bildern

Nach einigen Anpassungen schimmern die Längen- und Breitengrade und setzen so einen goldgelben Akzent auf dem Buchcover. Der Hintergrund ist nun fertig, die Schrift jedoch noch nicht. Die verwendete Standardschrift wirkt starr und passt nicht recht zum Mystery-Charakter des Buches. Nach ein bisschen Suchen und Experimentieren fällt die Wahl auf die finale Schrift, die durch ihr klares, gut lesbares Schriftbild und ihre leicht geschwungenen Buchstaben überzeugt.

Ein anspruchsvolles Coverdesign aus wenigen Bildern

Und schon ist das Cover aus insgesamt drei Bildern fertiggestellt!


 

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